Traumschleife Wasser, Dichter Spuren – Romantik im Dhrontal

Nachdem Tanja und ich den Samstag im Hunsrück verbracht hatten, um der Eröffnungsfeier des verlängerten Saar-Hunsrück Steig beizuwohnen, hatten wir den Sonntag bei allerbestem Wanderwetter erneut die Möglichkeit einer Wanderung.

(c)ideemedia

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Leider muss Tanja am frühen Abend wieder heim, sodass die Strecke nicht zu lang sein darf. Dank den kleinen Wanderführern des ideemedia Verlages hatte ich schon Tage vorher eine passende Strecke heraus gesucht. Tour 12 aus dem 1. Band „Wasser,Dichter, Spuren“ mit 14,1 km Streckenlänge erscheint mir passend. GPS Track. Weitere Informationen erhaltet ihr auf der Webseite Hunsrück Touristik.

Wie so oft verlängern wir unsere Wanderung etwas, weil wir neugierig sind und alles an Aussichten mitnehmen möchten, das diese Schleife bietet, Also enden wir auf guten 16km und ungefähr 630 Höhenmeter.

TraumschleifeWasserDichterSpuren (1)_0Wir parken Tanjas kleinen Flitzer am Gasthaus zur Linde und wandern recht zügig los.
Nebel liegt noch über den Feldern, die Sonne müht sich noch erfolglos ab dieses zähe Gewabber zu durchdringen.

TraumschleifeWasserDichterSpuren (3)_222TraumschleifeWasserDichterSpuren (6)_291Unser Plan war Sonne und nun? Also so haben wir ja nicht gewettet. Etwas missmutig wandern wir über die Wiesenwege, die bei Sonne wirklich schöner und vor allen Dingen trocken sind.

Schemenhaft erkennbar die blattlosen Obstbäume, die jetzt sicherlich in voller Blüten stehen.

Genau hier, an diesem etwas magischen Ort leuchtet das erste Mal die Sonne am Himmel auf. Innerhalb weniger Minuten erscheint die Landschaft mit ihrem blaß blauen Himmel und den sich verziehenden Restnebeln um einiges freundlicher. TraumschleifeWasserDichterSpuren (16)_67TraumschleifeWasserDichterSpuren (18)_89TraumschleifeWasserDichterSpuren (26)_178Ein wenig mit dem eher zurückhaltenden Zossen geflirtet und schon kann es weiter gehen.

Wir haben es mal wieder geschafft entgegen der empfohlenen Wanderrichtung unterwegs zu sein. So haben wir aber herrliches Licht, also kein Grund zu klagen.

Wir entern als nächstes die Grillhütte Heidenburg und eine Tafel, die über Leben und Wirken des Dichters Stefan Andres informiert. Ein kleiner Pfad, dem wir gerne folgen, leitet uns zu einem fantastischen Ausichtspunkt, dem „Keschnänsz Felsjen“

TraumschleifeWasserDichterSpuren (29)_211TraumschleifeWasserDichterSpuren (33)_256 TraumschleifeWasserDichterSpuren (36)_265Zauberhaft, ein bisschen gefääährlich (würde Conny jetzt sagen) und entschädigt für die paar Nebelschwaden. Zappelig nähern wir uns der Aussicht, dem Ende dieses schönen Pfades. Spike lasse ich in sicherer Entfernung warten, irgendwie erscheint er mir heute etwas unruhig.

Hier möchte ich auch verschwenderisch mit den Fotos sein, weil ich diesen Ort als ganz besonders in Erinnerung habe. Der Blick ins Dhrontal ist umwerfend. Ich male mir aus, wie schön das erst sein muss, wenn die Bäume alle ihre unverwechselbar farbigen Blätter tragen, oder wie es im Herbst hier ausschauen muss.

TraumschleifeWasserDichterSpuren (51)_282Es bleibt nun zunächst auch so urig, wir wandern über felsigen Grund, zwischen mit Moos überzogenen Baumstämmen.

Selbst im Winter ist es hier schön, schön und noch einmal schön.

TraumschleifeWasserDichterSpuren (58)_289Auch auf diesen Wegen hat der stürmische Niklas seine Spuren hinterlassen, indem er uns ein paar Bäume über den Weg legt.
TraumschleifeWasserDichterSpuren (65)_297Traumschleife_WasserDichterSpuren (42)TraumschleifeWasserDichterSpuren (68)_300Aber tapfer bahnen wir uns den Weg und stehen bald auch hinter dem Trum von Tanne. Harz hat sich an den Schnittflächen gefällter Bäume gebildet.

Während wir ein paar Fotos schießen wälzt sich Spike mal wieder auf dem Waldboden und sieht anschließend aus wie ein Strohhund

TraumschleifeWasserDichterSpuren (74)_307TraumschleifeWasserDichterSpuren (78)_311TraumschleifeWasserDichterSpuren (40)_270Wieder Felspfade und bald landen wir an der Dhrontalsperre, von der wir nicht all zu viel zu sehen bekommen. Den Abzweig zu einer Aussicht auf das Gewässer müssen wir verpasst haben, im Buch steht er beschrieben.
TraumschleifeWasserDichterSpuren (85)_319Da aber dieser Weg noch viele andere schöne Wege hat, können wir das eine verpasste Highlight verschmerzen. Wir landen hinter der Dhrontalsperre an der kleinen Dhron. Wieder ein Grund sich einer kleinen Fotosession zu widmen.TraumschleifeWasserDichterSpuren (100)_2 TraumschleifeWasserDichterSpuren (107)_9 TraumschleifeWasserDichterSpuren (115)_18origTraumschleife_WasserDichterSpuren (75)       Traumschleife_WasserDichterSpuren (76)

Wir haben absolut den richtigen Weg gewählt, denn es geht weiter in diese unendlich schöne Waldwelt.  Mag sein, dass wir jetzt zu diesem Zeitpunkt, da ich den Bericht schreibe  viel Sehnsucht nach Sonne, Feldern und Blumen haben und trotzdem berühren mich die Fotografien, die ich hier sehe und ich freue mich diese Wanderung erlebt zu haben.

TraumschleifeWasserDichterSpuren (131)_36TraumschleifeWasserDichterSpuren (132)_37 TraumschleifeWasserDichterSpuren (140)_46 TraumschleifeWasserDichterSpuren (148)_54 TraumschleifeWasserDichterSpuren (155)_62origSpike fixiert mein Butterbrot und folgt mir seinen Augen meinen Gesichtsbewegungen. Das Bild war einfach der Brüller 🙂

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Wir haben extrem Glück, denn die im Buch des Ideemedia Verlag wird von Verkehrslärm berichtet. An einem Sonntag ist die  L148 vielleicht nicht so befahren. Vielleicht können wir froh sein, dass die Motorradfahrer noch nicht unterwegs sind. Auf jeden Fall können wird Ruhe genießen.
TraumschleifeWasserDichterSpuren (162)_70 TraumschleifeWasserDichterSpuren (175)_84 TraumschleifeWasserDichterSpuren (180)_90 TraumschleifeWasserDichterSpuren (187)_97Traumschleife_WasserDichterSpuren (120)Eine kleine Kapelle auf dem Burgkopf lässt uns wieder verweilen. Hier muss früher eine Befestigungsanlage existiert haben. Laut einem Zeitungsartikel geht an  Christi Himmelfahrt seit 1946 eine Prozession hoch zur Burgkopf-Kapelle.

Nach einer Weile ziehen wir weiter und landen bald am nächsten, höchst romantischen und wunderschönen Aussichtspunkt mit Sinnesbank.

Traumschleife_WasserDichterSpuren (123)Ich versuche Spike zum trinken zu bewegen, aber der Bursche verweigert sich wieder einmal.

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Blick auf Büdlich

Während dessen genießt Tanja die Aussicht und vergisst mal eben schnell ihre Höhenangst, die scheinbar immer geringer wird.
TraumschleifeWasserDichterSpuren (191)_102TraumschleifeWasserDichterSpuren (195)_106TraumschleifeWasserDichterSpuren (193)_104 TraumschleifeWasserDichterSpuren (200)_113

Blick auf Büdlich

Blick auf Büdlich

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Gefährliche Flussüberschreitung 😀

TraumschleifeWasserDichterSpuren (227)_142Sanft zu unseren Füßen, die Wiesenpfade durch den Tannenwald.

Und jetzt kommen wir auch in die Sonne, der Rest des Weges verläuft nahezu durchgängig auf Feld- und Wiesenwegen. Wir steuern zielstrebig den kleinen Ort „Breit“ an und pausieren in der Wanderhütte.

TraumschleifeWasserDichterSpuren (238)_154 TraumschleifeWasserDichterSpuren (243)_160 TraumschleifeWasserDichterSpuren (249)_166TraumschleifeWasserDichterSpuren (257)_175Wir werden sehr freundlich bedient, werden darauf hingewiesen, dass wir auch gerne mitgebrachte Speisen verzehren dürfen. Der Kaffee war so preiswert, dass ich zunächst glaubte die Dame wolle nur einen Kaffee abrechnen.

Spike ist platt, ein Zustand den ich bei ihm bisher nicht feststellen konnte. Tief und fest gepennt hat er. Ich denke sehr lange Touren werde ich mit ihm nicht mehr machen können.

TraumschleifeWasserDichterSpuren (258)_176TraumschleifeWasserDichterSpuren (259)_177So lassen wir uns das doch gefallen 🙂
TraumschleifeWasserDichterSpuren (263)_182Traumschleife_WasserDichterSpuren (155)Traumschleife_WasserDichterSpuren (157)Ein kleiner – nein ein großer Junge schnappt sich Tanjas Kamera und fotografiert uns, ist offensichtlich ganz stolz, dass er das schon so gut kann.

Er und seine Eltern hüten die seltene, alte Rasse einer  französischen Ziege.

NAch einem kleinen Gespräch mit der Mutter ziehen wir weiter.

Langsam legt Tanja, die normalerweise sehr trödeln kann, einen Zahn zu. Sie hat heute noch einen verbindlichen Termin, der sich auch nicht weiter verschieben lässt. Also geben wir ein wenig mehr Gas.

TraumschleifeWasserDichterSpuren (273)_193Der Büdlicher Bach plätschert nun neben uns daher und wir wandern durch ein kleines Wäldchen am Bachlauf, landen aber bald wieder auf Wiesenwegen.

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TraumschleifeWasserDichterSpuren (301)_225Bald haben wir unseren Ausgangspunkt wieder erreicht und fahren zur Unterkunft.

TraumschleifeWasserDichterSpuren (309)_233Tanja packt in Windeseile ihre Sachen zusammen und ins Auto, ich koche Kaffee und nach dessen Verzehr macht sich meine liebe Freundin auf den Weg nach Hause.

Ein wenig einsam ist es nun, es geht mir immer so, dass ich eine Weile brauche, um wieder diesen Wechsel zu verdauen.

Ich schnappe mir Spike und wandere unter der sinkenden Sonne, genieße die warmen Farben die sich durch das tief stehende Licht ergeben.

TraumschleifeWasserDichterSpuren (311)_236Ich lasse mir Zeit, erkunde die Umgebung ohne viele Fotos zu machen. Erst als der Himmel rot wird und die Sonne am Horizont versinkt hält mich nichts mehr und min. 20 Aufnahmen landen auf meinem Kamerachip
TraumschleifeWasserDichterSpuren (334)_261Ein weiterer, wunderschöner Tag geht zu Ende. Morgen fahre auch ich nach Hause. Vorher besuche ich allerdings noch Klausen, stromere ein wenig durch den Ort und oberhalb des selben durch die Felder. Die Bilder liefere ich in den nächsten Tagen hier nach.

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11 Gedanken zu “Traumschleife Wasser, Dichter Spuren – Romantik im Dhrontal

  1. Da wird man ja richtig neidisch bei den tollen Fotos 😀 Eine wirklich schöne Wanderung habt ihr da gemacht aber das ist bei den Traumschleifen ja auch nicht anders zu erwarten 🙂 Ich freu mich auch schon riesig, wenn ich endlich wieder auf die Traumschleifen komme 🙂

    Lg. Klaus

    • Klaus, das war auch traumhaft und ja, die Traumschleifen sind bisher immer extrem schön gewesen.

      Dann ab mit dir in den Hunsrück, die Bäume sind fertig angemalt, lohnt sich also 🙂
      Ich werde dann am Samstag laufen, soweit mich meine Füße tragen 🙂

      • Ich nehme einmal an, dass Ihr die Blätter der Bäume auf der Wanderung auch gleich noch grün angemalt habt 😀 Das finde ich richtig nett von euch 😉 Leider kann ich bis Juni keine großen Wanderungen mehr machen, denn ich muss bei mir dringend räumen, da ich mein WoMo in 39 Tagen und 15 Stunden bekomme. Aber anschließend hole ich mir alle noch nicht erwanderten Traumschleifen 😀 😉

        Ich drücke dir die Daumen, dass deine Füße dich an dem Wochenende ganz weit tragen 🙂

        Lg. Klaus

  2. Eine tolle Strecke habt Ihr da erkundet! Traumhafte Fotos, die zum Nachwandern einladen. Danke dafür! Wenn wir etwas fitter sind schaffen wir das vielleicht auch. 😉 Ich bin froh eine solch tolle Landschaft vor der Türe zu haben. Vielleicht sieht man sich mal irgendwo. Beste Grüße aus Morbach! Nicole

  3. Hui. Da isser ja wieder, der Hund! Ich wusste doch gleich, warum ich ihn so mag! Wanderweicheier liegen nämlich selbst nach der kleinsten Wanderung auch so platt am Boden wie der liebe Spike! Wirklich sehr sympathisch! Genauso wie die beiden Damen auf dem Bild! 🙂 LG von Angela

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